Peptid der Virushülle versperrt dem Virus den WegNeuer Ansatz gegen Hepatitis B entdeckt
Wissenschaftler haben ein Peptid des Hepatitis-B-Virus entdeckt und im Labor reproduziert, das im Mausmodell erfolgreich eine Virus-Infektion verhindern kann.
Bei dem Peptid handelt es sich um ein Teilstück der Virushülle, das für den Eintritt des Virus in die Leberzelle notwendig ist.
Jährlich sterben 750.000 Hepatititis-B-Kranke an Leberzirrhose oder –krebs.
Die Arbeiten der Teams um Prof. Stephan Urban, PD Walter Mier (beide Universitätsklinik Heidelberg) und PD Jörg Petersen (Universitätsklinikum Eppendorf) wurden jetzt in "Nature Biotechnology" online veröffentlicht (doi:10.1038/nbt1389).
Jährlich sterben trotz Impfung noch immer circa 750.000 Patienten mit Hepatitis B an Leberzirrhose oder Leberkrebs. Die verfügbaren Medikamente müssen über lange Zeiträume gegeben werden, führen nur bei wenigen Betroffenen zu einer Heilung und häufig bilden sich resistente Viren.
Forscher sind deshalb weltweit auf der Suche nach alternativen Wirkstoffen. "Eine Möglichkeit ist es, den Eintritt des Virus in die Leberzellen zu blockieren", erklärt Urban. Die Wissenschaftler bauten im Labor ein Teilstück der Virushülle nach, mit dessen Hilfe das Virus an Leberzellen bindet. "Bereits sehr geringe Mengen davon genügen, um in Mäusen eine Infektion komplett zu verhindern", sagt Urban. Das Peptid bindet an die Leberzellen und verhindert dadurch die Aufnahme des Virus.
Auch das Hepatitis-D-Virus wird aufgehalten.
Auch eine Infektion mit dem Hepatitis-D-Virus, die zusätzlich zur Hepatitis B-Infektion auftreten kann und oft zu einem schwerwiegenden Krankheitsverlauf führt, ließ sich in Zellversuchen mit dem neuartigen Wirkstoff verhindern.Weitere Studien sollen jetzt zusätzliche Informationen über den neuartigen Wirkstoff liefern, bevor die zur Zulassung notwendigen Studien an Patienten beginnen können. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt dieses Projekt mit insgesamt 1,8 Millionen Euro.
me / Quelle: Uni Heidelberg
Noch ist diese Methode nicht verfügbar, wenn es überhaupt klappt. Umso mehr ist zur Zeit die Impfung sinnvoll angesichts von 750 000 Toten pro Jahr.
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