Mittwoch, 6. Februar 2008

Diphtherie Impfung

Diphtherie ist eine akute, manchmal lebensbedrohliche Infektion, die in den meisten Fällen die oberen Atemwege befällt. Ausgelöst wird diese Erkrankung durch das Baktrium Corynebaktrium diphtheriae. Es bildet Gifte (Toxine), welche die Zellen zerstören. Selten werden zusätzlich zum Rachenbefall auch Herz, Leber und Niere geschädigt (so genannte toxische Diphtherie). Ohne Behandlung verläuft die Diphtherie oft tödlich. Erkrankung und Tod durch Diphtherie sind in Deutschland meldepflichtig.


Der Diphtherie-Erreger ist das Corynebacterium diphtheriae. Es bildet ein schädliches Gift, das die Körperzellen zerstört. Die Infektion erfolgt über eine Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch, also durch Husten und Niesen. Die Bakterien befallen zuerst den Rachen und vermehren sich dort in der Schleimhaut. Dort produziert Corynebakterium diphtheriae auch das Gift, das direkt für die Symptome der Erkrankung verantwortlich ist. Diese Gift wirkt nicht nur lokal im Rachenraum, sondern kann auch andere Organe wie Herz, Leber und Niere schädigen.Die Inkubationszeit beträgt in der Regel zwei bis fünf Tage, selten bis zu acht Tagen.
Nach der Inkubationszeit beginnt die Erkrankung meist im Rachenbereich mit Hals- und Schluckschmerzen, leichtem Fieber und Abgeschlagenheit. Auf den Mandeln bilden sich typische weiß-gelbliche Beläge, die so genannten Pseudomembranen. Wird der Kehlkopf befallen, kommen bellender Husten, Heiserkeit und zunehmende Atemnot durch die Schleimhautschwellung hinzu. Diese Schwellung ist die eigentliche Lebensbedrohung! Typisch für die Kehlkopfschwellung ist ein ziehendes Atemgeräusch (Stridor). Bei Säuglingen und Kleinkindern ist häufig die Nase betroffen, es kommt zu einem eitrig-blutigen Schnupfen.In einigen Fällen werden innere Organe wie Herz, Leber, Nieren oder das Nervensystem angegriffen. Dabei können Herzrhythmusstörungen, Schlucklähmungen, Leberentzündungen und Nierenversagen auftreten.


Die Diagnose erfolgt anhand der Symptome sowie einem mikroskopischen und kulturellen Erregernachweis aus dem Rachenabstrich. Auch das Gift der Erreger ist direkt nachweisbar. Diphtherie ist im Anfangsstadium leicht mit einer Mandelentzündung (Angina tonsillaris), bakteriellen Kehlkopfentzündung (Epiglottitis) oder Pseudo-Krupp zu verwechseln.


Schon beim Verdacht auf Diphtherie muss man unverzüglich mit der Einnahme eines Gegengifts beginnen (Diphtherie-Antitoxin), um die freien Gifte zu neutralisieren. Zudem erfolgt eine Antibiotika-Therapie, beispielsweise mit Penicillin. Dadurch wird der Erreger Corynebakterium diphteriae bekämpft und kann weniger Gift bilden.Gesunde Kontaktpersonen müssen ebenfalls untersucht werden und bekommen Antibiotika zur Prophylaxe. Besteht kein ausreichender Impfschutz, werden diese Personen geimpft.


Die Diphtherie-Impfung bietete einen sehr guten Schutz vor der Infektionskrankheit.


Nach der Impftabelle erfolgt sie meist schon im Säuglingsalter und wird bei Kindern und Jugendlichen regelmäßig aufgefrischt. Erwachsene sollten sich alle zehn Jahre einer Auffrischimpfung unterziehen.Der Grund: Eine durchgestandene Erkrankung verleiht keine langfristige Immunität. Auch wenn in der Kindheit eine Infektion erfolgte, muss man sich weiter gegen Diphtherie impfen lassen.


Seit Einführung der Impfung gegen Diphtherie ist diese Erkrankung in Deutschland sehr selten geworden. Trotzdem treten immer wieder lokal begrenzte Epidemien auf, da nicht alle Menschen einen ausreichenden Impfschutz besitzen. Die Erkrankung an Diphtherie und der Tod müssen dem Gesundheitsamt gemeldet werden. Nach Angaben des Robert Koch Institutes ist in Deutschland zuletzt 1997 ein Mensch an Diphtherie gestorben. In den Staaten der ehemaligen UdSSR treten seit den 90er-Jahren wiederholt Diphtherieepidemien auf. Deshalb hat die WHO in diesen Ländern ein Impfprogramm gestartet. Die Prognose hängt vom Allgemeinzustand des Erkrankten und vom Zeitpunkt des Therapiebeginns ab.


Die Sterblichkeit der Diphtherie liegt heute bei fünf bis zehn Prozent, unter ungünstigen Verhältnissen steigt sie bis zu 25 Prouzent.

Schutz die Impfung

Einzig wirksamer Schutz gegen Diphtherie ist die Impfung. Sie zählt in Deutschland zu den Standardimpfungen. Sie ist allgemein empfohlen und sollte konsequent aufgefrischt werden.
Wer sollte geimpft werden?
Die Diphtherie-Impfung ist von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut allgemein empfohlen und sollte konsequent aufgefrischt werden. Sie ist als Standardimpfung des Impfkalenders von hohem Wert für den Gesundheitsschutz des Einzelnen und der Allgemeinheit.
Risikogruppen
Für Angehörige folgender Gruppen ist das Aufrechterhalten des Impfschutzes besonders empfohlen:
Medizinisches Personal, das ersten Kontakt mit Erkrankten haben kann
Personal in Laboratorien mit Diphtherie-Risiko
Aussiedler, Asylbewerber und Flüchtlinge aus Gebieten mit Diphtherie-Risiko (vor allem: ehemalige Sowjetunion), die in Gemeinschaftsunterkünften leben sowie das Personal dieser Einrichtungen
Bedienstete des Bundesgrenzschutzes und der Zoll-Verwaltung
Reisende in Regionen mit Diphtherie-Risiko (Eine Reise in ein Infektionsgebiet sollte frühestens nach der 2. Impfung angetreten werden.)

Wie und wann wird geimpft?
Die Grundimmunisierung wird routinemäßig bei Säuglingen durchgeführt, aber auch Erwachsene können eine versäumte Grundimmunisierung nachholen. Ungeimpfte oder Personen mit fehlendem Impfnachweis sollten 2 Impfungen im Abstand von 4 bis 8 Wochen und eine 3. Impfung 6 bis 12 Monate nach der 2. Impfung erhalten. Auffrischimpfungen erfolgen dann alle 10 Jahre.
Für Kinder ab 5 bis 6 Jahren (je nach Angaben des Herstellers), Jugendliche und Erwachsene wird in der Regel ein Kombinationsimpfstoff z.B. mit Tetanus (Td) oder Tetanus/Polio (Td-IPV) verwendet. Auch Personen mit durchgemachter Diphtherie müssen komplett geimpft werden. Lassen Sie sich von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt beraten.



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