
Was ist Tetanus?
Tetanus ist eine schwere Erkrankung des Nervensystems, die durch das Gift des Tetanus-Bakteriums (Clostridium tetani) hervorgerufen wird. Bei infizierten Menschen erstarrt die Muskulatur des ganzen Körpers krampfartig. Im Verlauf der Erkrankung können die Patienten nicht mehr sprechen und die Atmung setzt aus. Weltweit sterben rund 50 Prozent der Erkrankten.
Wer ist der Erreger von Wundstarrkrampf?
Der Verursacher ist ein Bakterium namens Clostridium tetani. Dabei ist nicht eigentlich das Bakterium selbst der Schadensverursacher, sondern ein von diesem produziertes Nervengift, das Tetanustoxin. Das Bakterium ist „obligat anaerob“ – es kann nur in sauerstofffreier Umgebung existieren. An der Außenwelt liegt es in Sporenform vor, sozusagen eingekapselt. Wenn die Sporen in eine Wunde (verletztes Gewebe = sauerstoffarmes Milieu) kommen, entpackt sich daraus das Bakterium und beginnt mit Vermehrung und Giftproduktion.
Der Tetanuserreger tritt weltweit auf und ist praktisch überall vorhanden. Er befindet sich in Böden und gelangt über Wunden in den Körper. Menschen können sich über fast jede Art von Verletzung infizieren - auch durch kleine Wunden und Kratzer, wie sie zum Beispiel bei der Gartenarbeit häufig entstehen. Die Erkrankung ist dank der konsequenten Impfung der Bevölkerung in den Industrieländern relativ selten. So werden jedes Jahr in Deutschland nur ca. 10 bis 20 Fälle gemeldet.
Wo kommt Tetanus vor?
Weltweit! Erde, Wasser, Straßenstaub, jedes Milieu ist möglich. Durch seine Fähigkeit, Sporen zu bilden, sich in einer mehrschichtigen Hülle abzukapseln, erreichen die Clostridien Unempfindlichkeit gegen Hitze und Austrocknung und können in dieser Form auch in einer sauerstoffreichen Umgebung überleben, sich allerdings nicht vermehren.
Wie lang ist die Inkubationszeit?
Inkubationszeit: Zwischen 3 und 60 Tagen. In dieser Zeit werden die Sporen ausgepackt: Die Dauerformen (Sporen) gehen in die Vegetativform (freie Bakterien) über und vermehren sich. Dabei produzieren sie ein Nervengift, das Tetanustoxin oder treffender Tetanospasmin, welches an den Nervenbahnen entlang wandert und das zentrale Nervensystem (Rückenmark und Gehirn) erreicht. Natürlich ist auch ein Transport über den Blutweg möglich, aber typisch für das Gift ist eben seine retrograde Wanderung entlang der Nervenbahnen.
Wie entstehen die typischen Muskelkrämpfe bei Tetanus?
Entlang der Nervenbahnen wandert das Gift in das Zentralnervensystem. In den motorischen Vorderhornzellen des Rückenmarks entfaltet nun das Nervengift seine Wirkung: Bestimmte Nerven, die hemmend auf Signale an die Muskeln wirken und damit eine Feindosierung der Muskelkraft bewirken, werden gehemmt. Eine Hemmung der Hemmung – das heißt im Klartext „Volles Rohr“: Sobald auch nur ein leiser Befehl vom Gehirn an die Muskeln ergeht, fehlt jede Feinabstufung, es entsteht eine volle Kontraktion. Bitte stellen Sie sich das so vor: Das Gehirn will einen Befehl zum Bonbonlutschen geben – und schon krachen die Kiefer aufeinander, daß die Zähne herauszubrechen drohen. Oder der Patient möchte ein Glas Wasser greifen, schon knirschen die Splitter in der Faust. Überhaupt nicht komisch, wenn allein der Gedanke an eine Bewegung zu heftigsten Krämpfen der Muskulatur und unkontrollierbaren Kontraktionen führt. Die Krämpfe können so heftig sein, daß Knochen unter der Anspannung zerbrechen, sogar Kiefer oder gar Wirbelkörper können brechen.
Warum ist Tetanus so gefährlich?
Der Erreger, das Bakterium Clostridium tetani, kommt praktisch überall vor – von der Gartenerde bis zum Sandstrand
Die Erreger sind äußerst resistent, sie können in Form von Sporen widrige Umweltbedingungen lange überdauern.
Es gibt kein Gegengift! Bei bestehenden Symptomen helfen jedoch nur noch Maßnahmen, die diese lindern, es gibt aber kein "Gegenmittel".
Unbehandelt erfolgt Tod durch Atemlähmung. Aber auch mit medizinischer Betreuung endet die Erkrankung in einem Drittel der Fälle tödlich.
Wann ist die Impfung sinnvoll?
Die Tetanus-Impfung wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Menschen jeden Alters (Kinder, Erwachsene) in Deutschland empfohlen.Verschieben Sie die Impfung bei hohem Fieber und schwerer Krankheit. Dann ist das Immunsystem mit der Abwehr anderer Krankheitserreger beschäftigt und bildet womöglich keine Abwehrstoffe gegen das Tetanusgift. Eine leichte Erkältung dagegen ist kein Hindernis für eine Impfung.
Mögliche Nebenwirkungen
Die Nebenwirkungen hängen von der Kombination der verabreichten Impfstoffe ab. Beim Tetanus-Impfstoff alleine sind leichte Reaktionen an der Injektionsstelle und Allgemeinreaktionen wie Abgeschlagenheit, Magen-Darm-Beschwerden oder Temperaturerhöhungen möglich.
Wie häufig impft man?
Wenn die Grundimmunisierung fehlt bekommen Patienten drei Impfungen.
Erste Impfung: Zeitpunkt Null
Zweite Impfung: Ein Monat danach (4 bis 8 Wochen nach der Ersten)
Dritte Impfung: Ein Jahr danach. (6 bis 12 Monate nach der Ersten)
Arztpraxis Conzelmann
Praxis für Reisemedizin - speziell Individualreisende
Praxis für biodynamische Vitalmedizin
Erfolgreiche Lebensgestaltung
Erfolgreiche Bewegungs-und Ernährungstherapie
Wolfgang Conzelmann
13353 Berlin Luxemburger Str. 33
Telefon: 461 79 23
Homepage:
http://www.arzt-berlin.tk/oder
Besucht mal den Link hier:
http://biomedizin.blogspot.com/
http://conzelmann.blogspot.com/
http://arztpraxis.blogspot.com/
Kompetenzpraxis für nachhaltige Medizin
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen