Donnerstag, 31. Januar 2008

Tetanus


Was ist Tetanus?

Tetanus ist eine schwere Erkrankung des Nervensystems, die durch das Gift des Tetanus-Bakteriums (Clostridium tetani) hervorgerufen wird. Bei infizierten Menschen erstarrt die Muskulatur des ganzen Körpers krampfartig. Im Verlauf der Erkrankung können die Patienten nicht mehr sprechen und die Atmung setzt aus. Weltweit sterben rund 50 Prozent der Erkrankten.

Wer ist der Erreger von Wundstarrkrampf?

Der Verursacher ist ein Bakterium namens Clostridium tetani. Dabei ist nicht eigentlich das Bakterium selbst der Schadensverursacher, sondern ein von diesem produziertes Nervengift, das Tetanustoxin. Das Bakterium ist „obligat anaerob“ – es kann nur in sauerstofffreier Umgebung existieren. An der Außenwelt liegt es in Sporenform vor, sozusagen eingekapselt. Wenn die Sporen in eine Wunde (verletztes Gewebe = sauerstoffarmes Milieu) kommen, entpackt sich daraus das Bakterium und beginnt mit Vermehrung und Giftproduktion.

Der Tetanuserreger tritt weltweit auf und ist praktisch überall vorhanden. Er befindet sich in Böden und gelangt über Wunden in den Körper. Menschen können sich über fast jede Art von Verletzung infizieren - auch durch kleine Wunden und Kratzer, wie sie zum Beispiel bei der Gartenarbeit häufig entstehen. Die Erkrankung ist dank der konsequenten Impfung der Bevölkerung in den Industrieländern relativ selten. So werden jedes Jahr in Deutschland nur ca. 10 bis 20 Fälle gemeldet.

Wo kommt Tetanus vor?

Weltweit! Erde, Wasser, Straßenstaub, jedes Milieu ist möglich. Durch seine Fähigkeit, Sporen zu bilden, sich in einer mehrschichtigen Hülle abzukapseln, erreichen die Clostridien Unempfindlichkeit gegen Hitze und Austrocknung und können in dieser Form auch in einer sauerstoffreichen Umgebung überleben, sich allerdings nicht vermehren.

Wie lang ist die Inkubationszeit?

Inkubationszeit: Zwischen 3 und 60 Tagen. In dieser Zeit werden die Sporen ausgepackt: Die Dauerformen (Sporen) gehen in die Vegetativform (freie Bakterien) über und vermehren sich. Dabei produzieren sie ein Nervengift, das Tetanustoxin oder treffender Tetanospasmin, welches an den Nervenbahnen entlang wandert und das zentrale Nervensystem (Rückenmark und Gehirn) erreicht. Natürlich ist auch ein Transport über den Blutweg möglich, aber typisch für das Gift ist eben seine retrograde Wanderung entlang der Nervenbahnen.

Wie entstehen die typischen Muskelkrämpfe bei Tetanus?

Entlang der Nervenbahnen wandert das Gift in das Zentralnervensystem. In den motorischen Vorderhornzellen des Rückenmarks entfaltet nun das Nervengift seine Wirkung: Bestimmte Nerven, die hemmend auf Signale an die Muskeln wirken und damit eine Feindosierung der Muskelkraft bewirken, werden gehemmt. Eine Hemmung der Hemmung – das heißt im Klartext „Volles Rohr“: Sobald auch nur ein leiser Befehl vom Gehirn an die Muskeln ergeht, fehlt jede Feinabstufung, es entsteht eine volle Kontraktion. Bitte stellen Sie sich das so vor: Das Gehirn will einen Befehl zum Bonbonlutschen geben – und schon krachen die Kiefer aufeinander, daß die Zähne herauszubrechen drohen. Oder der Patient möchte ein Glas Wasser greifen, schon knirschen die Splitter in der Faust. Überhaupt nicht komisch, wenn allein der Gedanke an eine Bewegung zu heftigsten Krämpfen der Muskulatur und unkontrollierbaren Kontraktionen führt. Die Krämpfe können so heftig sein, daß Knochen unter der Anspannung zerbrechen, sogar Kiefer oder gar Wirbelkörper können brechen.

Warum ist Tetanus so gefährlich?

Der Erreger, das Bakterium Clostridium tetani, kommt praktisch überall vor – von der Gartenerde bis zum Sandstrand
Die Erreger sind äußerst resistent, sie können in Form von Sporen widrige Umweltbedingungen lange überdauern.
Es gibt kein Gegengift! Bei bestehenden Symptomen helfen jedoch nur noch Maßnahmen, die diese lindern, es gibt aber kein "Gegenmittel".
Unbehandelt erfolgt Tod durch Atemlähmung. Aber auch mit medizinischer Betreuung endet die Erkrankung in einem Drittel der Fälle tödlich.

Wann ist die Impfung sinnvoll?

Die Tetanus-Impfung wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Menschen jeden Alters (Kinder, Erwachsene) in Deutschland empfohlen.Verschieben Sie die Impfung bei hohem Fieber und schwerer Krankheit. Dann ist das Immunsystem mit der Abwehr anderer Krankheitserreger beschäftigt und bildet womöglich keine Abwehrstoffe gegen das Tetanusgift. Eine leichte Erkältung dagegen ist kein Hindernis für eine Impfung.

Mögliche Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen hängen von der Kombination der verabreichten Impfstoffe ab. Beim Tetanus-Impfstoff alleine sind leichte Reaktionen an der Injektionsstelle und Allgemeinreaktionen wie Abgeschlagenheit, Magen-Darm-Beschwerden oder Temperaturerhöhungen möglich.

Wie häufig impft man?

Wenn die Grundimmunisierung fehlt bekommen Patienten drei Impfungen.

Erste Impfung: Zeitpunkt Null
Zweite Impfung: Ein Monat danach (4 bis 8 Wochen nach der Ersten)
Dritte Impfung: Ein Jahr danach. (6 bis 12 Monate nach der Ersten)

Arztpraxis Conzelmann

Praxis für Reisemedizin - speziell Individualreisende

Praxis für biodynamische Vitalmedizin

Erfolgreiche Lebensgestaltung

Erfolgreiche Bewegungs-und Ernährungstherapie

Wolfgang Conzelmann

13353 Berlin Luxemburger Str. 33

Telefon: 461 79 23

Homepage:

http://www.arzt-berlin.tk/oder

http://www.conzelmann.tk/

Besucht mal den Link hier:

http://biomedizin.blogspot.com/

http://conzelmann.blogspot.com/

http://arztpraxis.blogspot.com/


Kompetenzpraxis für nachhaltige Medizin

Auch Frauen über 18 Jahren profitieren von einer HPV-Impfung


Auch Frauen über 18 Jahren profitieren von einer HPV-Impfung,
Bisher wird nur 12- bis 17-Jährigen zum Schutz geraten / Neue StudienergebnisseHEIDELBERG . Mädchen von 12 bis 17 Jahren sollen zum Schutz vor Zervix-Karzinomen gegen Humane Papillomaviren (HPV) geimpft werden. Das rät die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut. Professor Tino Schwarz aus Würzburg hält es aufgrundneuer Studiendaten jedoch für sinnvoll, auch junge Frauen ab 18 Jahren gegen HPV zu impfen.

Die Erreger verursachen Zervix-Karzinome.
Frauen etwa, die bereits mit den HPV-Typen 16 oder 18 infiziert waren und die Infektion überstanden haben, können durch die Impfung vor einer erneuten Infektion geschützt werden. Nur durch die Impfung würden neutralisierende Titer von Antikörpern in der Zervix-Schleimhaut induziert, die Viren des Geschlechtspartners abfangen können. Nach einer durchgemachten Infektion dagegen seien keine Antikörper-Titer im Zervix-Sekret zu messen, sagte Schwarz auf einem Impf-Forum in Heidelberg. Zudem könnten Frauen, die bereits von anderen HPV-Typen befallen sind, durch die Impfung zumindest vor einer Infektion mit den Typen 16 oder 18 geschützt werden.Im November vergangenen Jahres kam in Deutschland der erste Impfstoff gegen HPV auf dem Markt. Die Vakzine richtet sich gegen die HPV-Typen 6, 11, 16 und 18. HPV 16 und 18 lösen zusammen etwa 70 Prozent aller Zervix-Karzinome aus, HPV 6 und 11 über 90 Prozent der Genitalwarzen. Seit kurzem gibt es einen zweiten HPV-Impfstoff (Cervarix®), der sich ebenfalls gegen HPV 16 und 18 richtet. Es seien aber Kreuzreaktionen mit den Virustypen 45 und 31 beobachtet worden, sagte Schwarz, Chefarzt am Zentrallabor des Krankenhauses der Stiftung Juliusspital in Würzburg. "Das bedeutet, dass wir mit der Impfung insgesamt um die 80 Prozent aller Zervix-Karzinome und zervikovaginalen Läsionen verhindern könnten", so der Infektiologe auf der von GlaxoSmithKline und Baxter unterstützten Veranstaltung.Schon zwölfjährige Mädchen gegen HPV zu impfen, mache großen Sinn, sagte Schwarz. Denn die Transformationszone auf der Zervix sei bei den ganz jungen Mädchen besonders empfänglich für HPV. Allerdings werden die jungen Mädchen die Infektionen viel schneller wieder los als erwachsene Frauen. Bei Frauen sei die Infektionsrate zwar geringer, aber die Rate der für die Krebsentstehung relevanten persistierenden Infektionen dafür höher, hätten Studien ergeben. Schwarz plädierte daher dafür, auch Frauen über 17 Jahre gegen HPV zu impfen. Bisher ist die Impfung für Frauen über 17 Jahre allerdings keine Kassenleistung, sondern ein IgeL-Angebot. Doch seiner Erfahrung nach zeigten sich die meisten Krankenkassen kulant.
Die Impfempfehlungen der STIKO gibt es unter http://www.rki.de/

Arztpraxis Conzelmann

Praxis für Reisemedizin - speziell Individualreisende
Praxis für biodynamische Vitalmedizin
Erfolgreiche Lebensgestaltung
Erfolgreiche Bewegungs-und Ernährungstherapie
Wolfgang Conzelmann
13353 BerlinLuxemburger Str. 33
Telefon: 461 79 23
Homepage:
http://www.arzt-berlin.tk/
oder
http://www.conzelmann.tk/
Besucht mal den Link hier:
http://biomedizin.blogspot.com/
http://conzelmann.blogspot.com/
http://arztpraxis.blogspot.com/


Kompetenzpraxis für nachhaltige Medizin

Mittwoch, 30. Januar 2008

Hepatitis, welche Impfungen sollte man haben.



Hepatitis (Gelbsucht)

Die Virus-Hepatitis, oder Gelbsucht, wird durch Viren verursacht, die der Erkrankung ihren Namen geben:
Hepatitis A (oder Infektiöse Gelbsucht),
Hepatitis B (oder Serum-Hepatitis),
Hepatitis C,
Hepatitis D (oder Delta-Hepatitis)
und Hepatitis E.
Durch die Entzündung des Lebergewebes, die durch die Viren verursacht wird, sind die Beschwerden bei allen Formen der Hepatitis sehr ähnlich.
Zu Beginn der Erkrankung kann es zu Erschöpfung, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen im Bereich des rechten Rippenbogens, Dunkelfärbung des Urins, Hellfärbung des Stuhles und schließlich zur Gelbfärbung der Haut kommen.
Der Krankheitsverlauf fällt individuell sehr unterschiedlich aus und wird von persönlichen Faktoren wie z.B. Alter, Gesundheitszustand und Virus-Hepatitisart mitbestimmt. So kann es zu Hepatitisinfektionen mit nahezu keinen Beschwerden kommen, im Gegensatz zu Hepatitisinfektionen mit schweren Verläufen (vor allem bei älteren Menschen) bis hin zu Koma und Tod.
Bei akuter Hepatitis existiert keine spezifische Behandlung.
Hepatitis A
Die Hepatitis A ist weltweit verbreitet. Während sie in den Entwicklungsländern gehäuft auftritt, ist sie in den letzten Jahrzehnten in den entwickelten Ländern Europas und Nordamerikas durch den wachsenden Hygienestandard stark zurückgegangen. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt die Anzahl der Hepatitis A - Erkrankungen auf weltweit 1,5 Mio. pro Jahr.In Deutschland waren nach dem 2. Weltkrieg nahezu 90 % der Kinder und Jugendliche mit dem Hepatitis A Virus infiziert, was ihnen zu einer lebenslangen Immunität verholfen hat. Durch den wachsenden Hygienestandard der vergangenen Jahrzehnte schätzt man heute die Infektionsrate bei Kindern und Jugendlichen auf ungefähre 5 %.Das hat zur Folge das in den vergangenen Jahren zunehmend mehr Personen keinen Hepatitis A-Schutz mehr besitzen und bei Aufenthalten in Ländern mit mäßigen bzw. geringem Hygienestandard einem erhöhten Erkrankungsrisiko ausgesetzt sind.Insbesondere im Nahen und Mittleren Osten, Westafrika, Mexiko, Algerien, Indien, Nepal und Südamerika besteht für Reisende ein erhöhtes Hepatitis A-Risiko. Laut einer Untersuchung die am Tropeninstitut München im Frühjahr 2004 durchgeführt wurde, konnte in einigen Ländern des Mittelmeerraumes sowie in Osteuropa ein erhöhtes und mittleres Hepatitis-Risiko festgestellt werden.Die Auswertungen zeigten, dass in Ägypten, Marokko, Tunesien und der Türkei ein hohes Infektionsrisiko für Hepatitis A besteht. Ein Abgleich des Infektionsrisikos mit den Fluggastzahlen führte zu der Erkenntnis, dass insbesondere auch die große Zahl der Reisenden in diese Länder eine Quelle für importierte Hepatitis A-Erkrankungen darstellen.Bei Reisen nach Griechenland, Portugal und Süd-Italien wiederum ist das Risiko, sich im Verlauf eines Urlaubs mit Hepatitis A zu infizieren, im Vergleich zu Deutschland zwar nicht extrem, aber doch so stark erhöht, dass eine Impfung gegen Hepatitis A für Reisende erwogen werden kann.Außerdem stehen in küstennahen Gebieten grundsätzlich Meeresfrüchte häufiger auf der Speisekarte. Bei Muscheln aus Süditalien wurde im Jahr 2000 ein Durchseuchungsgrad mit Hepatitis A Virus von 27,4% festgestellt. Es zeigt sich also ein nicht geringes Risiko - durch den Verzehr von unzureichend gekochten oder gar rohen Meeresfrüchten - an Hepatitis A zu erkranken.Eine weitere Untersuchung des italienischen Gesundheitsinstitutes in Rom hat mehrere traditionelle Zubereitungsarten von Meeresfrüchten untersucht und dabei aufgezeigt, dass mit Hepatitis A-Viren infizierte Muscheln und Schalentiere auch nach dem Kochen noch infektiös sein können.Diese Untersuchungen legen nahe, dass nicht nur bei Fernreisen in tropische Länder, sondern auch bei "nahen" Zielen wie den Mittelmeerländern und Osteuropa noch ein nennenswertes Risiko für eine Infektion mit Hepatitis A und B vorliegt.Laut Angaben des infektionsepidemiologischen Jahrbuchs des Robert Koch-Institutes (2004) stammen immerhin 59% der nach Deutschland eingeschleppten Hepatitis A-Fälle aus Mittelmeeranrainerstaaten. Die ersten Beschwerden können nach 15 bis 50 Tagen (im Durchschnitt 25 - 30) nach Infektion auftreten. Im Kindesalter können Infektionen ohne besondere Beschwerden erfolgen, während hingegen mit zunehmendem Alter die Infektion schwerer verläuft.Eine Hepatitis A Erkrankung kann Wochen andauern und verläuft nur in seltenen Fällen tödlich. Chronische Verläufe wie sie bei der Hepatitis B oder C beobachtet werden, sind bei Hepatitis A nicht bekannt.
Übertragung:
Die Übertragung der Hepatitis A - Viren erfolgt fäkal-oral durch eine Kontakt- oder Schmierinfektion. Das bedeutet, dass sowohl durch engen Personenkontakt als auch durch verunreinigtes Trinkwasser oder Nahrungsmittel die Viren übertragen werden können. Ein erhöhtes Risiko stellen fäkaliengedüngtes Gemüse (z.B. Salate) oder auch Meeresfrüchte (z.B. Muscheln, Schalentiere und Austern) dar.Es ist zu beachten, dass mit dem Hepatitis A-Virus infizierte Personen, wenn sie auch nicht oder noch nicht erkrankt sind, das Virus trotzdem weiterverbreiten und dadurch z.B. Mitglieder ihrer Schulklasse oder Familie anstecken können.Da das Virus in Deutschland auf eine Situation trifft, die eine rasche Verbreitung zumindest innerhalb der sozialen Umgebung zulässt, kommt es immer wieder zu kleinen Hepatitis A-Ausbrüchen. Insbesondere da die Virusausscheidung vor Beginn der ersten Erkrankungssymptome ihren Höhepunkt hat, kann sich die soziale Umgebung an einer infizierten Person bereits angesteckt haben, bevor diese Beschwerden bekommt und irgendwelche Verdachtsmomente über eine bestehende Infektiosität bestehen.
Schutz:Hepatitis-A Schutzimpfung
Die Schutzimpfung verleiht einen hochwirksamen Schutz vor der Erkrankung.Sorgfältige Hygienemaßnahmen und gute Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene.

Hepatitis B

Die Hepatitis B ist weltweit verbreitet. Ungefähr 350 Millionen Menschen sind chronisch mit dem Hepatitis B - Virus infiziert. Davon versterben rund eine Millionen Menschen an den Folgen der Infektion durch Leberkrebs und Leberzirrhose. In Afrika, Asien und in den Pazifischen Regionen stellt der Leberkrebs der durch Hepatitis B - Virus Infektionen verursacht wird, eine der drei häufigsten Krebsursachen dar.
Seit 1982 gibt es einen sicheren und wirksamen Impfschutz gegen Hepatitis B.
Die WHO empfiehlt eine Integration der Hepatitis-B-Impfung im Routineimpfplan für Kinder aller Länder der Erde. In Deutschland wird der Anteil derer, die sich im Laufe ihres Lebens mit dem Hepatitis B Virus infiziert haben auf ungefähr 6 % geschätzt.In der Allgemeinbevölkerung ermittelte eine Bundes-Gesundheitsuntersuchung, dass der Anteil der chronisch Hepatitis B - Infizierten bei 0,6 % liegt. Die ersten Beschwerden können 40 bis 200 Tage nach Infektion auftreten. Die Dauer hängt vor allem von der Erregerdosis ab. Schätzungsweise bei 90 % aller Erkrankten heilt die Hepatitis B aus; bei ungefähr 5 - 10 % entwickelt sie eine chronische Verlaufsform. Ungefähr die Hälfte der chronisch Infizierten entwickelt nach ca. 5 Jahren eine Leberzirrhose. Die chronische Hepatitis B Infektion erhöht das Leberkrebsrisiko gegenüber der Normalbevölkerung um den Faktor 100.
Übertragung:
Das Hepatitis B Virus wird über alle Körperflüssigkeiten, insbesondere über Blut und Sperma, übertragen. So können bei einer hohen Erregeranzahl im Blut u.a. Speichel, Samenflüssigkeit, Vaginalsekret, Muttermilch und Tränenflüssigkeit infektiös sein. In den Industrieländern (z.B. Deutschland) erfolgen 60 - 70 % der Neuinfektionen über sexuelle Intimkontakte. Eine Infektion im Zusammenhang mit medizinischen Eingriffen (Operationen, Zahnbehandlungen, Akupunktur, etc.) stellt in den entwickelten Industrieländern ein geringeres, in den unterentwickelten Ländern und somit auch in vielen Reiseländern, ein erhöhtes Risiko dar. Die Wahrscheinlichkeit sich mittels der Gabe von Blut und Blutprodukten in Deutschland zu infizieren, wird aufgrund sorgfältiger Testungen zur Zeit auf 1:50.000 - 1: 200.000 geschätzt.Bei unzureichenden Hygienevorkehrungen können auch beim Tätowieren oder Piercing, bzw. bei i.v. Drogensüchtigen durch verunreinigte Spritzbestecke, Hepatitis B Viren übertragen werden.
Schutz:Hepatitis - B Schutzimpfung
Reisenden wird bei erhöhten Hepatitis - B - Infektionsrisiko, z.B. durch längere Auslandsaufenthalte, häufiges Reisen, Arbeiten in medizinischen Einrichtungen oder auf Entwicklungshilfeprojekten, ein Impfschutz empfohlen. Da bei Reisen in die Tropen auch ein zusätzliches Hepatitis A-Infektionsrisiko besteht, empfiehlt sich ein kombinierter Schutz gegen Hepatitis A und B durch eine Impfung.Weitere Schutzmaßnahmen bestehen im konsequenten Gebrauch von Kondomen, der Vermeidung risikoreicher Sexualpraktiken ("safer sex") sowie der Verwendung von sterilen Injektionsnadeln und -utensilien bei Drogenbenutzern.
Hepatitis D
Das Hepatitis D-Virus ist ein inkomplettes Virus, das nur zusammen mit dem Hepatitis B Virus (d.h. bei Hepatitis B - Infizierten) aktiv werden und zum Krankheitsbild der Hepatitis D führen kann. Bei einer Hepatitis D Erkrankung kann es zu schweren und dauerhaften Gesundheitsschäden kommen, u.a. der Zerstörung der gesamten Leber. Hepatitis D tritt weltweit auf, insbesondere in Süditalien, Golfregion, Westafrika und Südamerika.
Übertragung:
Das Hepatitis D Virus wird über Körperflüssigkeiten, insbesondere über Blut und Sperma, übertragen.
Schutz: Hepatitis - B Schutzimpfung
Nachdem für den Ausbruch der Erkrankung die Anwesenheit von Hepatitis B Viren erforderlich ist, bedeutet der Impfschutz gegen Hepatitis B auch gleichzeitig ein Schutz gegen Hepatitis D.
Weitere Schutzmaßnahmen bestehen im konsequenten Gebrauch von Kondomen, der Vermeidung risikoreicher Sexualpraktiken ("safer sex") sowie der Verwendung von sterilen Injektionsnadeln und -utensilien bei Drogenbenutzern.
Hepatitis C
Die Hepatitis C ist eine relativ häufige Erkrankung, wobei sie für Reisende nur eine untergeordnete Rolle spielt. Bei i.v. Drogenabhängigen tritt eine Hepatitis C überdurchschnittlich häufig auf und zeigt in vielen Fällen einen chronischen Verlauf. Die Mehrzahl der Hepatitis C Infektionen verläuft beschwerdearm und oft unerkannt. Entwickelt sich jedoch ein chronischer Verlauf kann es zu ernsthaften und tödlichen Folgen, wie der Leberzirrhose und dem Leberkrebs, kommen.
Übertragung:
Das Hepatitis C Virus wird über Körperflüssigkeiten, insbesondere über Blut übertragen. Bei unzureichenden Hygienevorkehrungen können auch beim Tätowieren oder Piercing, bzw. bei i.v. Drogensüchtigen durch verunreinigte Spritzbestecke, Hepatitis C Viren übertragen werden. Schutz:Weitere Schutzmaßnahmen bestehen im konsequenten Gebrauch von Kondomen, der Vermeidung risikoreicher Sexualpraktiken ("safer sex") sowie der Verwendung von sterilen Injektionsnadeln und -utensilien bei Drogenbenutzern.
Eine Impfung gegen Hepatitis C existiert leider noch nicht.
Hepatitis E
Die Hepatitis E ist eine akute Lebererkrankung, die vor allem in Entwicklungsländern Südostasiens, Afrikas, sowie Mittel- und Südamerikas auftritt. Während die Hepatitis E, im Vergleich zu den anderen Hepatitisformen, im Regelfall keine schwerwiegende Lebererkrankung ist, kann sie bei Schwangeren einen sehr gefährlichen Krankheitsverlauf einnehmen.
Übertragung:
Die Übertragung der Hepatitis E - Viren erfolgt fäkal-oral durch verunreinigtes Trinkwasser oder Nahrungsmittel.
Schutz:Sorgfältige Hygienemaßnahmen und gute Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene
Eine Impfung gegen Hepatitis E existiert leider noch nicht.



Arztpraxis Conzelmann

Praxis für Reisemedizin - speziell Individualreisende
Praxis für biodynamische Vitalmedizin
Erfolgreiche Lebensgestaltung
Erfolgreiche Bewegungs-und Ernährungstherapie
Wolfgang Conzelmann
13353 BerlinLuxemburger Str. 33
Telefon: 461 79 23
Homepage:
http://www.arzt-berlin.tk/
oder
http://www.conzelmann.tk/
Besucht mal den Link hier:
http://biomedizin.blogspot.com/
http://conzelmann.blogspot.com/
http://arztpraxis.blogspot.com/

Kompetenzpraxis für nachhaltige Medizin

Grippeimpfstoff jetzt ohne Hühnereier!



Bisher war die Impfstoffproduktion an Hühnereier gebunden.

Diese mussten mühsam bebrütet werden.
Dies dauerte Monate.Somit war es unmöglich auf eine akute Gefährdungslage zu reagieren.
Dies hat sich durch ein neues Verfahren geändert. Siehe untigen Artikel.

Erster Grippe-Impfstoff ohne HühnereierZellkulturimpfstoff soll noch 2007 auf den Markt kommen / Neues Verfahren vereinfacht die Impfstoffproduktion.

Über einen mit Zellkulturen hergestellten Grippe-Impfstoff wird weltweit schon seit Jahren gesprochen. Jetzt haben Forscher von Novartis Behring in Marburg erstmals eine solche Vakzine realisiert. Zur feierlichen Einweihung der Produktionsanlage kam sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Marburg. Der neue Impfstoff soll noch Ende des Jahres in Deutschland und Österreich auf den Markt kommen.Menschen, die in medizinischen Berufen arbeiten, über 60 Jahre alt oder chronisch krank sind, sollten jedes Jahr gegen Influenza geimpft werden. Foto: Novartis BehringWas bietet der neue Zellkulturimpfstoff Optaflu® beim Grippe-Schutz? Die Immunogenität der neuen Vakzine ist nach Herstellerangaben genauso gut wie die eines konventionellen Impfstoffs. Die neue Vakzine enthält gereinigte Antigene von den drei Influenzavirus-Stämmen, die von der WHO für diese Saison vorgesehen sind.In Studien mit über 4000 erwachsenen Probanden in Deutschland, Litauen und Polen hat sich die Vakzine als sicher und gut verträglich erwiesen. Lokale und systemische Impfreaktionen waren danach in der Regel unbedeutend und in Häufigkeit und Schwere ähnlich wie bei konventionellen Impfstoffen. Der neue Impfstoff ist für Erwachsene ab 18 Jahren zugelassen.Neuer Impfstoff eignet sich für AllergikerAnders als konventionelle Impfstoffe ist die neue Vakzine aber völlig frei von Hühnereiweiß. So können damit jetzt auch Hühnereiweiß-Allergiker geimpft werden. Auch enthält die Vakzine keine Konservierungsstoffe und Stabilisatoren.Was ist der wesentliche Vorteil des Zellkultur-Grippeimpstoffs? Die für den Impfstoff benötigten Influenzaviren werden in speziellen Säugetierzellen (aus der Niere eines Cockerspaniels) vermehrt. Diese Zellen schwimmen in einer Nährlösung in großen Kesseln (Fermentern).Bei konventionellen Impfstoffen werden die Viren hingegen in Hühnerembryos in Eiern vermehrt. Für jede Impfdosis ist ein (steriles!) bebrütetes Hühnerei nötig. Millionen solcher Eier für die jährliche Impfstoffproduktion zu beschaffen, ist sehr aufwändig. So wurden für 23 Millionen Impfstoffdosen in diesem Jahr 18 Fußballfelder voller Eierpaletten verbraucht. Die Produktion eines konventionellen Impfstoffs dauert zudem bis zu sechs Monate. Sollte in dieser Zeit plötzlich ein neuer Virusstamm auftreten, der durch eine bereits in Produktion befindliche konventionelle Vakzine nicht abgedeckt wird, dann kann für die laufende Saison keine angepasste konventionelle Vakzine hergestellt werden.Bei dem neuen Zellkulturimpfstoff ist das erheblich einfacher: Die Zellen für die Produktion sind tiefgefroren und lassen sich jederzeit auftauen und vermehren. Bei einem unerwartet hohen Impfstoffbedarf oder bei unvorhergesehenen Virusstämmen kann kurzfristig nach Bedarf ein neuer Impfstoff hergestellt werden. Für die Produktion lassen sich nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts im Vergleich zu konventionellen Vakzinen etwa zwei Monate einsparen.US-Gesundheitsministerium subventioniert Anlage in den USADas ist ein riesiger Vorteil bei einer Grippe-Pandemie: Zeichnet sich eine weltweite Epidemie ab, kann mit einem Pandemievirus sehr schnell ein Impfstoff produziert werden. Aus diesem Grund subventioniert das US-Gesundheitsministerium mit 220 Millionen Dollar eine mit der Marburger Anlage identische Produktionsstätte für Zellkulturimpfstoffe. Die Anlage von Novartis Vaccines entsteht im US-Staat North Carolina.Werden Zellkulturimpfstoffe künftig konventionelle Vakzinen ersetzen? Auch andere Impfstoffhersteller sind dabei, Produktionsverfahren für Grippe-Zellkulturimpfstoffe zu entwickeln. Fast hätte es das Unternehmen Baxter schon vor drei Jahren geschafft.Die klinische Entwicklung der Vakzine mit dem vorgesehenen Handelsnamen InfluJect war aber wegen häufiger Impfreaktionen gestoppt worden. Langfristig werden Zellkulturimpfstoffe wahrscheinlich die konventionellen Vakzinen ersetzen. In den nächsten Jahren wird es aber auch von Novartis Vaccines weiterhin die konventionellen Impfstoffe Begrivac® und Fluad® geben.Übrigens die ersten „Grippefälle“ waren schon gewesen. Der Winter kommt noch. Vorbeugen ist besser als hinterher jammern.Die Grippeschutzimpfung ist zurzeit vorrätig.Dies kann sich aber bald schon ändern weil die Industrie immer noch nicht in der Lage ist den Markt adäquat zu bedienen.

Arztpraxis Conzelmann

Praxis für Reisemedizin - speziell Individualreisende
Praxis für biodynamische Vitalmedizin
Erfolgreiche Lebensgestaltung
Erfolgreiche Bewegungs-und Ernährungstherapie

Wolfgang Conzelmann
13353 BerlinLuxemburger Str. 33
Telefon: 461 79 23
Homepage:
http://www.arzt-berlin.tk/
oder
http://www.conzelmann.tk/

Besucht mal den Link hier:
http://biomedizin.blogspot.com/

Impfen und wie es funktioniert



Impfschutz


Krank machende Keime werden vom Immunsystem bekämpft. Dafür bilden bestimmte Zellen (B-Lymphozyten) Abwehrstoffe, die so genannten Antikörper. Diese Abwehrstoffe richten sich stets gegen einen bestimmten Erreger. Kommt nun der Organismus ein zweites Mal mit demselben Bakterium oder Virus in Kontakt, erinnert sich das Immunsystem daran und reagiert schnell. Die Erreger werden sofort unschädlich gemacht, man ist gegen sie immun. Eine Erkrankung bricht nicht mehr aus oder verläuft sehr viel harmloser. Diese Immunität lässt sich bei einigen, besonders schweren Krankheiten auch durch eine Impfung erreichen. Allerdings geschieht dies nicht mit dem natürlichen und damit schädlichen Krankheitskeim. Stattdessen werden abgetötete oder abgeschwächte Erreger oder sogar nur Bestandteile von ihnen verabreicht, sie verursachen keine Erkrankung. Das Immunsystem reagiert darauf jedoch genauso wie auf den natürlichen, krank machenden Keim, es bildet Abwehrstoffe und merkt sich den Eindringling. Taucht danach der natürliche Erreger tatsächlich auf, wird er ebenfalls sofort unschädlich gemacht. Dieser Impfschutz hält Jahre, in einigen Fällen auch ein Leben lang an. Für den vollständigen Schutz reicht manchmal eine Impfung, oft aber werden mehrere Impfungen im Abstand von Wochen und Monaten benötigt. Außer in Notfällen erfolgt eine Impfung nur, wenn keine akute, fieberhafte Krankheit vorliegt. Viele Menschen befürchten, Impfungen seien wegen möglicher Nebenwirkungen gefährlich. Impfstoffe gehören jedoch zu den sichersten Arzneimitteln, die wir haben. Mögliche Reaktionen nach der Impfung sind eine leichte Temperaturerhöhung über zwei bis drei Tage oder eine leichte Schwellung oder Rötung der Impfstelle. Beide Reaktionen sind nicht besorgniserregend. Überempfindlichkeitsreaktionen wie Nesselfieber oder andere Nebenwirkungen sind ausgesprochen selten. Hierüber klärt der Arzt auf. Er entscheidet auch, wann der beste Zeitpunkt für eine Impfung ist. Jede Impfung muss im so genannten "Impfpass" dokumentiert werden. Er sollte bei späteren Impfungen dem Arzt vorgelegt werden. Der Arzt darf sich nicht auf die mündliche Aussage des Patienten über vorangegangene Impfungen verlassen. Im Zweifelsfall muss er neu impfen, um der Erkrankung vorzubeugen. Insbesondere bei Verletzungen ist es ratsam, den Impfpass mitzubringen, damit der Arzt sieht, ob ein Tetanusschutz vorhanden ist.

Übrigens Impfung ist Sache des Hausarztes!

Arztpraxis Conzelmann


Praxis für Reisemedizin - speziell Individualreisende

Praxis für biodynamische Vitalmedizin

Erfolgreiche Lebensgestaltung

Erfolgreiche Bewegungs-und Ernährungstherapie

Wolfgang Conzelmann

13353 BerlinLuxemburger Str. 33

Telefon: 461 79 23

Homepage:http://www.arzt-berlin.tk/

oderhttp://www.conzelmann.tk/

Besucht mal den Link hier:

http://biomedizin.blogspot.com/

http://conzelmann.blogspot.com/

http://arztpraxis.blogspot.com/

Kompetenzpraxis für nachhaltige Medizin

Donnerstag, 17. Januar 2008

Jetzt: Grippevakzine aus Zellkulturen

Grippevakzine aus Zellkultur jetzt zugelassen.

MARBURG (eis). Der weltweit erste Zellkultur-Grippeimpfstoff ist in Kürze in Deutschland erhältlich. Das hat Novartis Behring aus Marburg mitgeteilt. Nach der saisonalen Zulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMEA) und nach Chargenfreigabe durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) bringt das Unternehmen den Impfstoff Optaflu® auf den Markt.
Die Vakzine kann dann über den Großhandel oder über Apotheken bezogen werden. Der Grippeimpfstoff wird als 0,5-ml-Fertigspritze mit Kanüle für die intramuskuläre Injektion angeboten.
Die Impfstoffantigene werden mit Hilfe einer speziellen Zelllinie produziert. Das in Marburg entwickelte Verfahren liefert erstmals einen Grippeimpfstoff, der nicht mit Hilfe von bebrüteten Hühnereiern hergestellt wird. Der Impfstoff ist daher für Menschen mit Hühnereiweißallergie geeignet. Die Vakzine ist auch frei von von Stabilisatoren und Konservierungsstoffen.


Arztpraxis Conzelmann

Praxis für Reisemedizin - speziell Individualreisende
Praxis für biodynamische Vitalmedizin
Erfolgreiche Lebensgestaltung
Erfolgreiche Bewegungs-und Ernährungstherapie
Wolfgang Conzelmann
13353 BerlinLuxemburger Str. 33
Telefon: 461 79 23
Besucht mal den Link hier:
Kompetenzpraxis für nachhaltige Medizin